Sag mir, wo die Pudel sind...........

#1 von Maria , 08.06.2011 16:05

Artikel von Christiane Tauzher in der "Heute"

http://admin.heute.at/news/politik/Sag-m...d;art422,566755

Die Hetze gegen einige Rassen geht weiter, ein Urteil zu diesem Artikel könnt ihr euch selber bilden.


Liebe Grüße
Maria & Sheila

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#2 von Maria , 08.06.2011 16:39

Ein User aus dem Wuff mit dem Usernamen - Gandalf hat ihr, ein meiner Meinung nach sehr gutes Antwortmail geschickt, das ich euch auch einstellen möchte.

Email von Gandalf an Frau Tauzher

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Mein heutiges Mail an Frau Tauzher:

Sehr geehrte Frau Tauzher!

Zunächst möche ich Ihnen zu Ihrem Karrieresprung, von der Tageszeitung "Kurier" zur Gratis-U-Bahn-Zeitung "Heute" gratulieren!

Natürlich habe ich heute sehr aufmerksam Ihren Kommentar "Sag mir, wo die Pudel sind" gelesen, und war, bzw. bin immer noch schockiert!

Nach gründlicher, und oftmaliger Studie Ihres Artikels, muss ich zur Erkenntnis kommen, dass "eine der besten Schreiberinnen in Österreich" (Zitat "Heute", Seite 4) entweder eine Rassistin ist oder über mangelndes (kynologisches) Fachwissen verfügt.

Da ich Sie persönlich nicht kenne, werfe ich Ihnen zweiteres vor, weil, im anderen Fall, meine (ohnehin getrübte) Einstellung, der österreichischen Medienwelt gegenüber, mehr als in Frage zu stellen wäre, dürfte in einer auflagenhohen Zeitung, eine bekennende Rassistin ihre Worte zum "Besten" geben.

Ich möchte allerdings die Emotionen hinten anstellen und Ihren (scheinbar ebenfalls rein emotionalen und nicht objektiven) Artikel kommentieren:

Sie fordern also die Einschläferung und das Zuchtverbot von "Killerhunden"? Könnten Sie bitte so nett sein, und mir verraten, um welche Rassen es sich hier genau handeln soll?

Nehmen Sie eine Beissstatistik zur Hand? Dann würden Sie grosse Überraschungen erleben, welche Hunde dann, Ihrer Forderung zur Folge, getötet werden müssten.

Oder ist das "Aggressionspotential" der Hunde ein ausschlaggebendes Kriterium? Dann empfehle ich die Studien von Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen, die wohl anerkannteste Verhaltenswissenschafterin im deutschsprachigen Raum, bevor Sie Pauschalurteile fällen.

Weiters würde mich interessieren, wie Sie einer glücklichen Familie, die ihren Hund verantwortungsbewusst hält, deren Hund nie auffällig geworden ist, erklären wollen, dass ihr Familienmitglied nun getötet werden soll?

Frau Tauzher, bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Jeder Beissunfall ist einer zu viel! Jeder Zwischenfall mit einem Kind ist umso tragischer und es besteht natürlich (!) Handlungsbedarf!

Allerdings, dies an der Rasse fest zu machen, ist nicht nur kynologischer Schwachsinn, es ist nicht "nur" Rassismus, es ist schlicht weg sinnlos, weil dadurch kein Unfall verhindert werden kann!

Das beste Beispiel sind die aktuellen "Rasselisten" in Wien und NÖ. Man hat die Listen 1:1 aus deutschen Bundesländern (die, übrigens, wieder von den Rasselisten weg gehen, weil sie erkannt haben, dass diese nicht die Wurzel des Übels ist) kopiert und das Resultat? Eben.

Ich sehe es als Aufgabe, eines jeden Journalisten, Probleme aufzuzeigen, allerdings, anstatt populistischer Hasstiraden zu schreiben, wäre ein Ausseinandersetzen mit der Materie, eine Überlegung, wie kann man wirklich in Zukunft solche Unfälle/Vorfälle verhindern, eher angebracht.

Da auch ich mir, im Kreise von Bekannten und Freunden, Gedanken über dieses Thema gemacht habe, möchte ich Ihnen ein paar Vorschläge (im Anfangsstadium) unterbreiten, die, so meine ich, eine Verbesserung und Prävention hervorrufen könnten:

-) Strengere Gesetze und vorallem Kontrollen beim Hundeverkauf (Internetverkauf, Strassenverkauf, Kofferraumverkauf, Importe....)

-) Züchter/Tierschutzvereine: vergebene Hunde und deren Besitzer müssen von Züchtern/Tierschutzvereinen (sonst sollte mMn niemand Hunde verkaufen dürfen) in einer Datenbank registriert werden. Somit ist Hund + Besitzer auch registriert.

-) "Hundehalterausweis" (oder wie immer man das nennen mag), der jemanden befähigt einen Hund zu halten. zB Theoretisches Überprüfen des Wissens über Erziehung, Ernährung, Ausbildung, Rassemerkmale, Gesetze (!), Erste Hilfe.....
Hunde dürfen von Züchtern/Tierschutzvereinen nur an Personen mit diesem "Ausweis" abgegeben werden. Sprich: der zukünfte Halter muss sich VOR dem Erwerb als geeignet beweisen. Das, plus Punkt 2 würde auch die, vor den Ferien, ausgesetzten Hunde, reduzieren.

-) KONTROLLE, KONTROLLE, KONTROLLE und meinetwegen auch drastische Strafen bei Nichteinhalten von Leinen/Beisskorbpflicht, Wegräumen des Drecks, etc.

-) Reduzierung der Hundesteuer beim Erwerb eines "Hundehalterausweis PLUS" (Name erfunden), wenn der Halter eine entsprechende Prüfung in einer Hundeschule oder bei einem registrierten Hundetrainer ablegt. bzw. sich regelmässig fortbildet.

-)Wirksame und kontrollierbare Einfuhrregelungen für Hunde!

DAS wären sinnvolle und wirkungsvolle Massnahmen, die ein Journalist publik machen sollte, nicht die "Aufforderung", grossteils unschuldige Tiere zu töten!

Sehen Sie sich im Internet die Videos an, von Tötungshallen in Deutschland, von Gaskammern für Hunde ("unsere" ÖVP hat im Europaparlament dafür gestimmt!), lesen Sie die Nachrichten über Hundehasser, die Giftköder auslegen, mit hochwirksamen Giften oder Angelhaken, damit die Hunde ja qualvoll verenden.

Frau Tauzher, mit Artikel, wie dem Ihrigen, rufen Sie quasi zu solchen Taten auf und sind somit mitverantwortlich für sehr viel Leid an unschuldigen Lebewesen, an vollwertigen Familienmitgliedern, die liebevoll gehalten werden, die tolerant und rücksichtsvoll gehalten werden, Rassen, die nie auffällig geworden sind und sich tadellos in die menschliche Gesellschaft integriert haben, und durch wenige Ausnahmen, wofür allerdings der Mensch verantwortlich ist, in Verruf geraten und unschuldig zum Handkuss kommen.

Nehmen Sie Ihre Verantwortung als Journalistin ernst, überlegen Sie die Folgen, die ein Artikel wie Ihriger haben könnte, und überlegen Sie, ob eine "der besten Schreiberinnen in Österreich" einen nicht noch professionelleren Eindruck hinterlassen würde, wenn Sie über Lösungsansätze schreibt, und nicht rassistische Hetze betreibt!

Freundliche Grüsse & alles Gute bei "Heute"


Liebe Grüße
Maria & Sheila

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#3 von Ambra , 08.06.2011 18:35

*sarkasmus ein* hoffentlich nimmt sich jeder vor ambra in acht da sie ja ein killerhund mit killergebiss ist. *sarkasmus aus*


LG Isa, Charly und Ambra

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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#4 von Ernst , 08.06.2011 22:05

Ich kann mich dem Mail von "Gandalf" nur anschließen. Meinungen gibt es viele, aber wissenschaftlich erwiesene Tatsachen sollten wohl außer Zweifel stehen und ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie ich reagieren würde, käme jemand auf die Idee, meinen Hund, aus welchem Grund auch immer, als potentiell gefährlich einzustufen und eine Zwangseuthanasie zu verlangen.

Ich habe eine Idee und suche Gleichgesinnte, die mir dabei helfen, diese in die Tat umzusetzen: Es sollte jeden Tag mindestens ein Artikel oder Leserbrief in einer Zeitung erscheinen, der beschreibt, was ein Hund "Gutes" bewirkt hat. Und das, ohne zu polemisieren, zu emotionalisieren und zu polarisieren. Es sollten dies Artikel (oder Leserbriefe) einfach nur darstellen, wozu Hunde auch in unserer heutigen Gesellschaft gefragt sind. Es soll niemand angegriffen werden, der anderer Meinung ist, oder der vielleicht soger erklärter Hundegegner ist. Es soll einfach nur ein Gleichgewicht zu den in letzter Zeit immer häufiger auftretenden Negativmeldungen über Hunde hergestellt werden. Ist nur so eine Idee und leider bin ich in der Medienlandschaft nicht zu Hause, aber vielleicht doch jemand von den geschätzten Lesern!


Liebe Grüße, Ernst, Onyx & Wolf

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#5 von Ambra , 08.06.2011 22:16

wir sind dabei
vor etwa 5 wochen hat ambras papa, die mutter des besitzers, die treppen vom keller in den wohnbereich hinauf und zum telefon gezogen nach dem die dame (82jahre) diese hinunter gefallen ist

ist nur ein beispiel von vielen was hunde gutes tun


LG Isa, Charly und Ambra

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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#6 von Maria , 09.06.2011 09:06

Ernst, die Idee wäre gut nur die große Frage ist, wie kommt man an Jemanden der solche Artikel auch druckt? Ich kenne leider niemand.

Die Medien haben schon ganze Arbeit geleistet, in Sachen schlechtes Image. Wenn man bedenkt, dass sogar zweifache Hundebesitzer wie Frau Tauzher so eine Meinung haben. Traurig das ganze, einfach nur traurig.


Liebe Grüße
Maria & Sheila

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#7 von Ernst , 09.06.2011 09:29

Ich gebe Dir recht, Maria. Trotzdem, vielleicht finden wir jemand, der in der Medienlandschaft auf die richtigen "Knöpfchen drücken kann". Wenn wir's nicht versuchen, tut's anscheinend niemand.


Liebe Grüße, Ernst, Onyx & Wolf

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#8 von Barbara , 09.06.2011 09:49

Eigentlich sollte ich meine Buchhaltung machen, ......

Zu dem Vorschlag: Täglich einen Leserbrief über die guten Taten unserer Hunde

Ich bin der Auffassung, daß man mit Leserbriefen ala "Lassies Taten" nichts ändern kann oder ein Umdenken herbeiführen könnte. Solche Leserbriefe oder Meldungen gehen in der Flut von Nachrichten unter. Schlechte Nachrichten werden hinausgebrüllt, gute Nachrichten sind Lückenbüsser. Wem interessiert es, wenn Waldi seine Besitzer vor dem Flammentod rettet? Man liest es zwar, ist aber gleich wieder vergessen. Überlegt mal ehrlich: Habt ihr im z.B. im Forum schon einmal zu Waldis Taten (Superhund, toll gemacht, ... ) gepostet? Man liest immer wieder in den Tageszeitungen von guten Hundetaten, auch bei uns Hundebesitzern gehen sie unter.
Was kann man tun? Meiner Meinung nach geht es nur über aktives gutes Beispiel den Mitmenschen aufzeigen, daß weder Hunde noch deren Besitzer eine Bedrohung sind und zu unserer heutigen Welt genauso dazugehören wie Kinder und Autos.
Jeder Unfall mit einem Hund ist einer zuviel, wie jeder Unfall mit einem Auto, Hochstuhl, offenen Fenster einer zuviel ist. Hier wird leider mit zweierlei Maß gerechnet. Ein Autofahrer, der ein Kind "niederschiebt" ist er gestraft für sein Leben, bei einem Hundeunfall werden Herrl (Fraul) und Hund zu Bestien. Es gibt soviele Vorurteile, die ausgeräumt werden müssen, daß ich ehrlich gestehen muß, ich weiß nicht wie und wo man es anfangen sollte.


liebe Grüße,
Barbara & Herbie

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#9 von Maria , 09.06.2011 18:28


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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#10 von Maria , 12.06.2011 18:38

Ich bin so frei und kopier mal aus der FB Gruppe "Christiane Tauzher - eine Schande für den Journalismus":

ORF1, 14.6. 23:25h: http://contradertalk.orf.at/contra/

Man kann da auch beim Voting mit dem Thema "Sollen Kampfhunde verboten werden" mitmachen!

Alle die nicht dafür sind, dass Listenhunde verboten werden, bitte bei der Abstimmung mitmachen.
Voting anklicken und es geht schon.


Liebe Grüße
Maria & Sheila

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#11 von phobe , 12.06.2011 20:21

Danke für den Link, Maria. Ich habe schon gevotet.


Liebe Grüße
Nicole & Kaja

 
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RE: Sag mir, wo die Pudel sind...........

#12 von Ambra , 12.06.2011 22:30

wir ebenfalls


LG Isa, Charly und Ambra

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